Homepage-Banner

Start
Ausstattung
Informationen
Kontakt
Nachrichten
2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006
Dienstversammlung
Nachricht vom: 02.06.2022
Verfasser: Armin Lerch

Am Samstag, 28.05.2022, fand die Dienstversammlung für das vergangene Jahr 2021 der Feuerwehr Stockstadt am Main statt. Kommandant Frank Bott berichtete von einem sehr ereignisreichen Jahr. Geprägt von den Einschränkungen der Coronapandemie wurde der Übungsbetrieb mit Einschränkungen aufrechterhalten. Bei den Einsätzen wurde das Vorjahresniveau fast wieder erreicht. Besonders hervorzuheben sind die Katastropheneinsätze im Ahrtal und Landkreis Kitzingen im Rahmen des Hilfeleistungskontingentes des Landkreises. Aus dem Feuerwehrbedarfsplan konnten erste erforderliche Beschaffungen getätigt werden.
Mit 244 Einsätzen (2020, 254 Einsätze) wurde das Niveau des Vorjahres fast wieder erreicht. Insgesamt wurden von der Feuerwehr Stockstadt 82 Menschen gerettet, für 10 Menschen war keine Hilfe mehr möglich. 179-mal musste die Feuerwehr im Ortsgebiet tätig werden. Auf der Kreisstraße AB16 6-mal, auf den Bundesstraßen B26 und B469 28-mal und auf den Autobahnen A3 und A45 12-mal. Zur nachbarlichen Hilfe rückte die Feuerwehr zwölf Mal aus. Brandeinsätze mussten 34 abgeleistet werden, technische Hilfen 138, medizinische Hilfen als First Responder 59 und auch 13 Fehlalarme gab es zu verzeichnen.
Die aktive Einsatzmannschaft ist mit 71 (2020: 73) Frauen und Männern gut aufgestellt, auch wenn ein kleiner Rückgang zu verzeichnen ist.  Atemschutzgeräteträger sind 39 der Aktiven. Die Jugendgruppe hat aktuell eine Stärke von 10 weiblichen und 15 männlichen Jugendlichen. In der Kinderfeuerwehr sind 6 Mädchen und 11 Jungen aktiv. Bott mahnte an, sich nicht von den Zahlen täuschen zu lassen. Ein Großteil der aktiven Feuerwehrdienstleistenden steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Bott führt aus: „Wir müssen zeitnah erreichen, dass mindestens zehn Personen die aktiven Feuerwehrdienst leisten bei der Gemeinde, im Bauhof, der Gemeindeverwaltung oder sonstigen gemeindlichen Institutionen beschäftigt werden und selbstverständlich auch ständig für Einsätze verfügbar sind.“. Mittelfristig soll es Ziel sein, mindestens zwölf Einsatzkräfte über die Mitarbeiter der Kommune sicher zu stellen.
Viele Umstellungen waren im Coronajahr beim Übungsbetrieb erforderlich. Von den 218 internen Ausbildungsveranstaltungen wurden 29 online durchgeführt. Bei den Präsenzveranstaltungen wurde in Kleingruppen und unter Schutzmasken geübt. Zusätzlich zu den internen Übungen haben 92 Feuerwehrleute insgesamt 23 externe Lehrgänge besucht. Als Ausbildungsstandort wurden die Module ABC-Gefahren und Halten und Rückhalten für den Landkreis in Stockstadt durchgeführt. Ab Mai war es möglich den holzbefeuerten Brandübungscontainer wieder in Betrieb zu nehmen. So konnten 2021 noch 70 Teilnehmer die Realbrandausbildung im Container absolvieren.
Nach umfangreichen Einweisungen in coronabedingten Kleingruppen wurde im März 2021 die neue Drehleiter DLA(K) 23/12 in Dienst genommen. Die Beschaffung des, aus dem Feuerwehrbedarfsplan geforderten Verkehrsicherungsanhänger (VSA), wurde 2021 vom Marktgemeinderat beschlossen. Bereits im Oktober 2021 stand der Hänger für den Einsatzdienst zur Verfügung. Als weitere Maßnahme aus dem Feuerwehrbedarfsplan wurde die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF3000 beschlossen. Die auftragsvergabe erfolgte noch im Dezember 2021. Wegen der aktuell großen Lieferprobleme der Fahrzeugindustrie ist mit einer Auslieferung erst Ende 2023 zu rechnen.
Den größten Handlungsbedarf sah der Feuerwehrbedarfsplan bei der Unterbringung der Feuerwehrleute, Fahrzeugen und Gerätschaften. Hier sei man 2021 nicht weitergekommen, führte Bott aus. Jetzt im Jahr 2022 seien Gelder für die Planung einer zusätzlichen Fahrzeug- und Gerätehalle eingestellt worden. Die neue Halle ist erforderlich um Freiräume im Bestand für Sanierungsarbeiten und Erweiterungen wie zum Beispiel der Umkleiden zu sorgen. Bürgermeister Rafael Herbrik berichtet von einer bereits eingeleiteten personellen Verstärkung des gemeindlichen Baumamtes, mit der die Planung nun angegangen werden soll.
Weiteren Handlungsbedarf sah der Feuerwehrbedarfsplan bei der personellen Ausstattung zur Gerätewartung und in der Feuerwehrverwaltung vor. Leider hatte es auch hier im Jahr 2021 keinen Fortschritt gegeben. Der aktuelle Wartungsbedarf kann nur durch das große Engagement der, durch das Einsatzgeschehen ohnehin hoch belasteten, ehrenamtlichen Feuerwehrleute gedeckt werden. Bott betont: „Die ‚Ehrenamtlichkeit‘ ist mit Übungs- und Einsatzdienst aufgebraucht. Mit Ehrenamt haben die darüber hinaus erbrachten Leistungen nichts mehr zu tun.“
Bil