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4. Tag Kontingenteinsatz in RLP
Nachricht vom: 23.07.2021
Verfasser: Armin Lerch

 

4. Tag Kontingenteinsatz in Rheinland-Pfalz

Der Morgen des vierten Tages begann für unsere dreiköpfige Einheit mit der Kernaufgabe Erkundung. Zunächst galt es, Schäden an einem Kindergarten zu erkunden. Hier waren teilweise die gemauerten Wände nach innen in das Gebäude gedrückt - akute Einsturzgefahr!

Weiter ging es zum Peter-Joerres Gymnasium in Ahrweiler. Auch hier, überall Zerstörungen. Wasser, Abwasser und Strom, alle Versorgungsleitungen zu dem Schulgebäude wurden unterspült und zerstört. In den Räumen liegen wieder Trümmerberge von Tischen, Stühlen und Inventar. Unter den Trümmern finden sich Musikinstrumente und, vielleicht eben erst angeschafft, Luftreiniger.

Den ersten Arbeitseinsatz gibt es bei einem Steinmetz. In der Produktionshalle standen Schächte voll mit Wasser und Schlamm. Das Wasser konnten unsere Kammeraden abpumpen, den Schlamm nicht mehr, er war schon zu dick und zäh.

Weiter ging es mit den Kammeraden aus Karlstein und Schöllkrippen zu einer Realschule. Auch hier stand noch Wasser in den Kellern. Zuerst mussten jedoch Trümmer ausgeräumt werden, um überhaupt einen Zugang zum Keller zu bekommen.  In dem stockdunklen Heizungsraum wurden dann die Hochwasserpumpen in Betrieb genommen. Als das Wasser raus war, ging es an den Schlamm. Dieser war nur von Hand, mit Eimer und Schaufel aus dem Gebäude zu schaffen.

Dies sollte der letzte Einsatz für unsere drei Kammeraden in Ahrweiler sein. Danach fuhren alle Einheiten des Verbandes zu Feuerwache nach Mendig um dort an Geräten und Fahrzeug eine Grobreinigung durchzuführen. Morgen, Samstag erfolgt die Rückfahrt.

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Die Feuerwehr Stockstadt ist mit einem Fahrzeug und drei Feuerwehrmännern mit dem Kontingent des Landkreises Aschaffenburg im Landkreis Ahrweiler im Einsatz. Hier berichten wir über die Erlebnisse, Eindrücke und Tätigkeiten unserer Stockstädter Kammeraden.

Bilder

Kontingenteinsatz

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Pressemitteilung der Kreisbrandinspektion zur Gesamtsituation des 4. Tages:

Den vierten Tag infolge waren heute (Freitag, 23.07.21) 186 Einsatzkräfte mit 50 Fahrzeugen aus der Stadt und dem Landkreis Aschaffenburg damit beschäftigt, die Folgen des Unwetters in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu beseitigen.

Auch heute mussten viele Keller und Garagen ausgepumpt und von Schlamm befreit werden. Ebenso wurden Trümmerteile, defekte Geräte und Möbel aus Häusern geräumt - teilweise mit schwerem Gerät. Weiterhin fuhren die Feuerwehrleute mit den Wechselladerfahrzeugen Schutt und Sperrmüll zu den vorgesehenen Sammelstellen. Dabei wurden unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte durch eine Vielzahl freiwilliger Spontanhelfer tatkräftig unterstützt.

Neben den Aufräumarbeiten stellten die Feuerwehrleute die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Brauchwasser sicher. Hierzu mussten mehrere hundert Meter Schlauch in teilweise unwegsamem Gelände verlegt werden.

Aktuell plant Kontigentführer Kreisbrandinspektor Frank Wissel mit seinen Führungskräften die Rückfahrt des Hilfeleistungskontigents. Die Heimkehr ist für Samstag geplant. Die Einsatzkräfte werden gegen 15:00 Uhr auf dem Aschaffenburger Volksfestplatz erwartet.  Nach einem erfolgten Corona-Test werden die Feuerwehrdienstleistenden in ihr wohlverdientes Wochenende verabschiedet werden.

Am Donnerstagabend besuchte der Verbandsvorsitzende des LandesFeuerwehrVerbandes Bayern Johann Eitzenberger die Mannschaft. Eitzenberger dankte den Einsatzkräften der Hilfeleistungskontigente, die stellvertretend für 320.000 Feuerwehrleute aus Bayern hier im Krisengebiet der Bevölkerung als verlässlicher Partner zur Seite stehen. Für den heutigen Abend wird der Landrat des Landkreises Aschaffenburg Dr. Alexander Legler vor Ort erwartet.