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Einsatz 183: Gefahrstoff Austritt im Gebäude Alzenau - Hörstein
Datum:12.09.2022
Uhrzeit:07:04 Uhr
Bericht:

Am Morgen wurden wir zu einem Gefahrstoffaustritt im Gebäude nach Alzenau-Hörstein alarmiert. Wir haben mit dem Einsatzleitwagen (ELW), Gerätewagen-Messtechnik (GW-MESS) und einem Löschfahrzeug (HLF) die Einsatzstelle angefahren. Unsere für solche Fälle vordefinierte Aufgabe war es, die Abschnittleitung Messen einzurichten und die Einsatzleitung beratend zu unterstützen. Weitere Informationen zu dem Einsatz finden Sie in der Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbandes:

𝗜𝗻𝗱𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝗲𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁 𝗔𝗹𝘇𝗲𝗻𝗮𝘂-𝗦𝘂𝗲𝗱𝗦𝗰𝗵𝘄𝗲𝗳𝗲𝗹𝘀𝗮𝗲𝘂𝗿𝗲𝗮𝘂𝘀𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁

Am Montagmorgen (12.09.22, 07:06 Uhr) wurde die Feuerwehr Hörstein zusammen mit den Feuerwehren der umliegenden Ortschaften ins Gewerbegebiet Süd alarmiert. In einer Logistikhalle kam es zu einem Gefahrstoffaustritt aus einem Päckchen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr hatten die anwesenden Mitarbeiter das Gebäude verlassen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr sperrten den Einsatzbereich sogleich großräumig ab. Sofort wurde ein Trupp unter Chemikalienschutzanzug zur Erkundung der Gefahrenstelle in das Gebäude geschickt. Anschließend wurde das beschädigte Päckchen in einem Sicherheitsfass der Feuerwehr ins Freie verbracht. Die Feuerwehren setzten weiterhin einen speziellen Chemikalienbinder ein, womit die ausgelaufene Schwefelsäure aufgenommen werden konnte. Im Einsatz waren mehrere Trupps, welche mit einem Chemikalienschutzanzug ausgestattet waren. Um die Träger der Chemieschutzanzüge nach ihrem Einsatz zu reinigen, wurde auch der Dekonplatz der Feuerwehr Alzenau aufgebaut. Um eine Kontamination weiterer Päckchen und Pakete ausschließen zu können, wurden diese ebenfalls unter Atemschutz durch die Feuerwehr ins Freie gebracht und anschließend sorgfältig kontrolliert. Insgesamt kamen sechs Atemschutztrupps zum Einsatz. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Logistikhalle belüftet.

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt, dem HvO-Team der BRK Bereitschaft Hörstein, einem Fachberater Sanitätsdienst (Florian Geis) sowie einem Einsatzleiter Rettungsdienst (Sven Oster) vor Ort. Insgesamt sichtete der Rettungsdienst neun Personen, welche sich ungeschützt in unmittelbarer Nähe des beschädigten Paketes aufgehalten hatten. Ein Betroffener wurde nach der notärztlichen Untersuchung in ein Krankenhaus eingewiesen. Die restlichen Firmenangestellten wurden ambulant versorgt.

Der Feuerwehreinsatzleiter (Michael Bott, Kommandant der Feuerwehr Hörstein) konnte auf rund 125 Feuerwehrkräfte zurückgreifen. Er wurde unterstützt von Kreisbrandrat Frank Wissel und Kreisbrandinspektor Georg Thoma. Weiterhin waren mehrere Kreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion, die Fachberater für ABC-Gefahren der Feuerwehr sowie ein Fachberater des THW´s an der Einsatzstelle.

 

Eingesetzte Fahrzeuge:ELW HLF 2 GW-Mess
Bericht