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Die Feuerwehr hilft - Allen!
Nachricht vom: 07.02.2008
Verfasser: Dirk Ohler

Pressemeldung KFV Aschaffenburg vom 07.02.2008 

 

Der Großbrand in Ludwigshafen mit 9 Toten und über 60 Verletzen hat bundesweit bei Feuerwehrangehörigen Trauer über die Opfer und eine tiefe Anteilnahme für die Angehörigen ausgelöst. Auch fühlen wir mit den Einsatzkräften vor Ort mit, die unter äußerst belastenden Bedingungen das Möglichste gegeben haben und unter großer Eigengefährdung retteten, was zu retten war.

Die von türkischen Politikern und Medien geäußerten Vorwürfe, die Feuerwehr hat nicht energisch oder schnell genug gehandelt, ruft tiefes Unverständnis und Befremden bei den Feuerwehren hervor.

Die Feuerwehren sind ihrer Tradition und dem Grundgesetz nach verpflichtet, Hilfe ohne Ansehen der Person zu leisten und haben dies in unzähligen Brand- und Rettungsdiensteinsätzen auch bewiesen. Jeder Feuerwehrangehörige trainiert und übt intensiv für den Ernstfall, ferner wird ab dem ersten Notruf jeder Einsatz genaustens dokumentiert - absichtliche Verzögerungen von Einsätzen, wie sie hier unterstellt werden, sind aus diesen Gründen undenkbar.

Bei dem Brand in Ludwigshafen trafen nur zwei Minuten nach dem Notruf die ersten Einsatzkräfte einer Freiwilligen Feuerwehr, die zufällig in der Nähe war, um den Faschingszug abzusichern, an der Einsatzstelle ein. Drei Minuten später waren die ersten Kräfte der Berufsfeuerwehr vor Ort, sie unterstützen sofort die bereits angelaufenen Rettungsarbeiten. Feuerwehrleute retteten zum Teil unter Lebensgefahr 47 Menschen aus dem brennenden Gebäude, insgesamt waren 500 Einsatzkräfte vor Ort, um den Opfern zu helfen.

Aus Anlass der Brände in Wohnhäusern in Ludwigshafen, Herne und Backnang wird auf folgende Verhaltensregeln bei Bränden in Mehrfamilienhäusern hingewiesen:

Wenn sie ein Feuer in ihrer Wohnung entdecken, verlassen sie diese mit allen Bewohnern, schließen alle Türen und alarmieren sie die Feuerwehr. Warnen sie alle Nachbarn und weisen sie die Feuerwehr ein.

Wenn ihnen die Flucht durch ein verqualmtes oder brennendes Treppenhaus unmöglich ist, schließen sie die Tür zum Treppenraum, alarmieren sie die Feuerwehr und machen sich am Fenster bemerkbar. Dichten sie die Türen ggf. mit feuchten Handtüchern ab.

Im Vorfeld ist das Anbringen von Rauchmeldern im Treppenraum und in den Wohnräumen eine wertvolle Hilfe, einen Brand möglichst früh zu entdecken, um sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.

Generell ist das Lagern von brennbaren Gegenständen im Treppenraum untersagt. Hier ist jeder Eigentümer und Mieter in der Pflicht, die eigenen Fluchtwege möglichst frei von brennbarem Material zu halten. Zudem sollten Keller- und Haustüren von außen verschlossen sein, um potentielle Brandstiftungen zu vermeiden.

Halten sie gerade bei beengten Straßenverhältnisse Wege und Flächen für die Fahrzeuge der Feuerwehr frei. Das typische Rettungsgerät der Feuerwehr, die Drehleiter ist ein LKW mit bis zu 16 Tonnen Gewicht – und neben dem Treppenraum der einzige Fluchtweg für vom Feuer und Rauch eingeschlossene Personen. Aber eben nur, wenn die Drehleiter nah genug an das Gebäude herankommt.