Homepage-Banner

Start
Ausstattung
Informationen
Kontakt
Nachrichten
2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006
Neuer V-LKW
Nachricht vom: 01.07.2020
Verfasser: Armin Lerch

 

Die Feuerwehr Stockstadt nimmt zum 01.07.2020 einen neuen Versorgungs-Lastkraftwagen Typ Bayern in Betrieb. Das Fahrzeug ersetzt einen fast 20 Jahre alten und gebraucht beschafften Lastkraftwagen, der 2007 nach Umbau zum Feuerwehrfahrzeug zur Feuerwehr Stockstadt kam.

 

V-LKW

 

Der vom Markt Stockstadt beschaffte Versorgungs-Lastkraftwagen (V-LKW) entspricht der technischen Baubeschreibung Bayern und wird von der Regierung entsprechend bezuschusst. Der Fahrzeugtyp ist zur Beförderung von Ausrüstung, Löschmitteln, und sonstigen Gütern größeren Umfangs zur Versorgung eingesetzter Feuerwehreinheiten vorgesehen. Nach europaweiter Ausschreibung erhielt die Firma MAN den Zuschlag für das Fahrgestellt und die Firma Junghanns Fahrzeugbau aus Hof für den Aufbau mit Ladekran und Ladebordwand.

Das neue Stockstädter Fahrzeug ist mit einem Fahrerhaus zur Aufnahme von drei Feuerwehrleuten ausgestattet. Wie die meisten Stockstädter Feuerwehrfahrzeuge ist das Fahrgestell weiß lackiert und mit einer leuchtroten Folie (RAL 3026) beklebt. Es besitzt einen Ladekran, eine Ladebordwand und natürlich eine Ladefläche zur Unterbringung von Rollwagen mit unterschiedlichster Feuerwehrtechnik. Die Ladefläche ist mit einer Plane versehen, die über ein Schiebebügelsystem samt Dachfläche geöffnet werden kann. Somit hat der Kran Zugriff auf die gesamte Ladefläche und kann von dort Paletten, Gitterboxen oder sonstige Güter direkt entnehmen.

Neben der am Fahrzeug verbauten Umfeldbeleuchtung verfügt es über Arbeitsscheinwerfer am Kran und einen pneumatischen Lichtmast am Aufbau. Alle Scheinwerfer sind in LED-Technik ausgeführt und werden über das Fahrzeug mit Strom versorgt. Heckseitig ist ein LED-Warnsystem aus gelben Blitzleuchten verbaut, über das der fließende Verkehr an Einsatzstellen gewarnt wird.

Der neue Versorgungs-Lastkraftwagen ist seit 1989 die dritte Fahrzeuggeneration dieses Typs in Stockstadt. Er hat durch die Möglichkeit der wechselnden Beladung über Rollcontainer, Gitterboxen und Paletten ein sehr breites Einsatzspektrum abzudecken. Im täglichen Einsatzgeschehen reicht dies von der Beseitigung von Umweltschäden über den Transport von Wassersaugern bei Starkregeneinsätzen bis zum Verlegen von langen Schlauchleitungen bei Waldbränden. Und dies sind nur einige Beispiele der universellen Verwendung des Fahrzeuges. Zahlreiche Rollwagen und Ausrüstungen stehen als Wechselbeladung in Stockstadt bereits zur Verfügung, die unter anderem auch vom Feuerwehrverein beschafft wurden.

Um möglichst schnell mit dem Fahrzeug und insbesondere mit dem Ladekran vertraut zu werden, wurde unmittelbar nach Erhalt des Fahrzeugs eine zweitägige Schulung für 24 Maschinisten zum Betrieb des Ladekrans durchgeführt. Alle Teilnehmer haben erfolgreich die Qualifikation des Ladekranführers erlangt.

Fahrgestell: MAN TGM 13.290 4X4 BL

Das Fahrzeug von Typ MAN TGM 13.290 4X4 BL hat eine Motorleistung von 213 kW (290 PS) und eine Abgasanlage nach neuster Euro 6d Norm. Das Gesamtgewicht beträgt 16 Tonnen. Für gutes Vorankommen im Gelände verfügt es über einen 4x4 Allradantrieb. Ein vollautomatisiertes 6-Gang Getriebe Allison 3000 mit Retarder sorgt dafür, dass der Fahrer sich bei Einsatzfahrten voll auf den Verkehr konzentrieren kann. Das Gesamtgewicht beträgt 16 Tonnen. Mit diesem Fahrgestell kann Wasser bis zu einer Höhe von 550 mm durchfahren werden, was insbesondere bei Überschwemmungen für die Feuerwehr sehr wichtig ist.

 

Kran: HMF 1620K- RCS

Zwischen Fahrerhaus und Ladefläche ist ein Ladekran vom Typ 1620-K4 der Firma HMF verbaut. Der Kran verfügt über ein Lastmoment von 12,9 mto und kann über 400 Grad gedreht werden. Die hydraulische Reichweite beträgt 12,7 Meter. Konkret bedeutet dies, dass der Kran bei einer Ausladung von 4,5 Metern eine Last von 3,10 Tonnen heben kann. Voll hydraulisch auf 12,7 Meter ausgefahren kann er noch 0,94 Tonnen heben.

Gesteuert wird der Kran per Funkfernbedienung, welche es dem Maschinisten erlaubt sich vom Fahrzeug zu entfernen und die Last immer genau zu beobachten. Hier wird dem Kranführer auch jederzeit der Betriebszustand des Krans angezeigt. Eine Kranbelastungsanzeige informiert über den jeweiligen Belastungszustand. Dies ist Teil des Standsicherheitsüberwachungssystems, das einen maximalen Arbeitsbereich für den Kran erlaubt. Das System prüft die Steuerbewegungen des Kranbedieners und nimmt, falls für die Sicherheit erforderlich, Sicherheitsmaßnahmen vor.

Eine hydraulische Seilwinde steht für senkrechte Hebevorgänge zur Verfügung. Maximal können mit dem 50 Meter langen Seil Gewichte von 1,5 Tonnen gehoben werden. Damit ist es zum Beispiel möglich das Rettungsboot der Feuerwehr direkt vom Anhänger anzuheben und zu Wasser zu bringen.

Mit dem Kran wurden eine Reihe von Anbaugeräten und Anschlagmitteln beschafft.: Krangabel, Grabgreifer, Lasttraverse, Fassgreifer, Tier-Hebegeschirr für Nutztiere.

Die Krangabel kommt zum Heben von Paletten oder Gitterboxen zur Anwendung. So werden zum Beispiel schwere Paletten mit Sandsäcken zum Hochwasserschutz verladen und an Einsatzstellen wieder abgeladen. Mit Hilfe des Krans können die Sandsäcke auch an höheren Stellen abgeladen werden, wo sonst die Säcke von Feuerwehrleuten mühsam von Hand hingeschafft werden müssten.

Mit dem Grabgreifer können zum Beispiel Trümmer angehoben oder beseitigt werden. Auch ist es möglich Sand für Abfüllanlagen von Sandsäcken zu bewegen oder bei Hochwasser eine Verblockung vor einer Brücke zu beseitigen. Für das sichere Anschlagen und Bewegen von länglichen Lasten steht eine Lasttraverse bereit. Genormte Fässer, wie sie oft in Industrie und Handel eingesetzt werden und immer wieder auf verunfallten Lastkraftwagen anzutreffen sind, werden mit einem Fassgreifer sicher angehoben.

Neben verschiedenen Schäkel, Ketten und Rundschlingen wurde bei den Anschlagmitteln auch ein Hebegeschirr für Nutztiere beschafft. Es dient zur Kranbergung von großen Tieren, die zum Beispiel in Gruben oder Gräben gestürzt sind und sich nicht mehr selbst befreien können. Alle Anbauteile sind auf Rollwagen verlastet die auf der Ladefläche des Fahrzeuges mitgeführt werden können.

 

Hier geht es zu den Bildern.

Hier geht es zu unserer Fahrzeug-Detailseite.