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Dienstversammlung vom 29.02.2020
Nachricht vom: 04.03.2020
Verfasser: Armin Lerch

Dienstversammlung der Feuerwehr Stockstadt a. Main am 29.02.2020

 

Bild Beförderungen

 

Mit 251 Einsätzen liegt das Jahr 2019 unter dem Rekordjahr 2018 (323 Einsätze) und hat sich für Stockstadt auf einem normalen Maß eingependelt. Insgesamt wurden 88 Menschen durch die Feuerwehr gerettet. Davon vier bei Bränden, fünf über Feuerwehrleitern, 29 bei technischen Hilfen und 50 durch medizinische Hilfeleistung. Für sechs Personen war leider keine Hilfe mehr möglich. Schwerpunkt des Einsatzgeschehens war das Ortsgebiet mit 175 Einsätzen. 21 Einsätze waren auf der Bundesautobahn BAB3 und BAB45, 31 Einsätze auf den Bundesstraßen B26 und B469, sowie zwei Einsätze auf der Kreisstraße AB16. Auf den Main wurde die Feuerwehr Stockstadt zweimal alarmiert. Weiterhin wurden 23 Einsätze im Rahmen nachbarlicher Löschhilfe abgeleistet.

 

Erfreulicherweise sind 2019 die Fehlalarme auf nur 11 Einsätze zurückgegangen. Auch die Brände sind mit 28 Einsätzen rückläufig. Hier gab es mit dem Brand eines E-Rollers das erste brennende Elektrofahrzeug im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Stockstadt. Den größten Anteil am Einsatzgeschehen hatten die technischen Hilfeleistungen mit 153 Einsätzen. Hier war die Feuerwehr in ihrem gesamten Leistungsspektrum von der Beseitigung von Sturmschäden, über die Hilfe nach Verkehrsunfällen bis zur Bewältigung von Gefahrenguteinsätzen gefordert. Sicherheitswachen bei Veranstaltungen wurden drei Mal gestellt. Das Aufkommen von 56 medizinischen Einsätzen als ‚First Responder‘, zeigt wie notwendig diese Einrichtung ist. Bereits seit 21 Jahren leistet die Feuerwehr gemeinsam mit dem BRK diesen Dienst.

 

Mit 69 Aktiven, davon sind 37 ausgebildete Atemschutzgeräteträger, konnte Kommandant Frank Bott in der Einsatzmannschaft einen Anstieg um eine Person vermelden. Mit ihren 24 Jugendlichen kommt die Feuerwehr Stockstadt auf eine Gesamtstärke von 93 Frauen und Männern. Die vor drei Jahren gegründete Kinderfeuerwehr hat derzeit 16 Mitglieder und kann bereits erste Übertritte in die Jugendfeuerwehr verzeichnen. Nach erfolgreichem Besuch des Gruppenführerlehrgangs an der Staatl. Feuerwehrschule wurde Andreas Sauer zum Löschmeister befördert. Christian Antoni, Jan Bott, Simon Stumpf und Willi Votava wurden nach erfolgreichem Besuch des Zugführerlehrgangs zum Oberlöschmeister ernannt.

 

„Wie bereits in den Tätigkeitsberichten der letzten Jahre erwähnt, muss es unser erklärtes Ziel sein, unsere ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden nicht durch Überlastung zu demotivieren. Auch uns gelingt es nur noch mit Glück die Einsatzbereitschaft, vor allem die Tagesalarmsicherheit, zu gewährleisten.“, führte Bott aus. Es sind mittlerweile zehn Feuerwehrleute bei der Gemeinde beschäftigt, davon stehen im täglichen Einsatzgeschehen aber durchschnittlich nur fünf bis sechs Personen zur Verfügung. Ziel muss es sein, tagsüber mindestens 15 Einsatzkräfte über die Mitarbeiter der Kommune zu stellen. Auch sollte die Gemeinde auf ansässige Firmen zugehen, um die Freistellung von Feuerwehrleuten zu Einsätzen zu erreichen.

 

Handlungsbedarf sieht Kommandant Frank Bott weiter bei der Entlastung der Ehrenamtlichen von Wartungs- und Verwaltungsleistungen. Neben den vielen ehrenamtlich durchgeführten Einsätzen wurden 136 interne Schulungen und 30 externe Weiterbildungen in der Freizeit der Wehrleute besucht. Sowohl bei der Gerätewartung als auch bei der Feuerwehrverwaltung ist weitere hauptamtliche Unterstützung erforderlich.

 

Bei Fahrzeugen und Unterbringung wurden im Jahr 2019 wichtige Investition angestoßen. Mitte 2020 kann die Feuerwehr einen neuen Versorgungslastkraftwagen (V-LKW) mit Ladekran in Empfang nehmen und damit ein älteres Fahrzeug ersetzten. Das neue Fahrgestell ist bereits beim Aufbauhersteller eingetroffen. Die nächste Fahrzeugbeschaffung, eine Drehleiter DLAK 23-12, hat der Gemeinderat Anfang 2020 beschlossen und bei der Firma Rosenbauer beauftragt. Die Beschaffung der Leiter wird gemeinsam mit der Gemeinde Karlstein als Sammelbeschaffung durchgeführt, wodurch beide Gemeinden Kosten sparen und höhere Zuschüsse erhalten. Die Indienststellung ist bis spätestens März 2021 vorgesehen.

 

Im vergangenen Jahr wurden mit der Gemeindeverwaltung und einen Architekten viele Gespräche um die räumlich angespannte Situation im Feuerwehrhaus geführt und eine Lösung erarbeitet. Anfang 2020 hat nun der Bauausschuss des Marktgemeinderates für die Planung einer Halle mit Lager und drei Stellplätzen gestimmt. Damit kann im Feuerwehrhaus Platz für den dringend erforderlichen Umbau der Umkleiden geschaffen und in Containern zwischengelagerte Ausrüstung sachgerecht untergebracht werden. Mittlerweile ist auch die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans durch einen externen Dienstleister vorangeschritten. Mit den Ergebnissen wird noch in der ersten Jahreshälfte 2020 gerechnet.