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Dienst- und Generalversammlung 2014
Nachricht vom: 13.03.2014
Verfasser: Willi Votava

270 Einsätze "Rekordniveau" - 46 Personen gerettet - Tag der offenen Tür im September 2014

 

Am 8. März 2014 fand die Dienst- und Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stockstadt statt.

 

Kommandant Frank Bott berichtete in der Dienstversammlung, dass die Feuerwehr im Jahr 2013 zu 270 Einsätzen alarmiert wurde und somit die Rekordzahl von 2008 eingestellt hat. Neben der Vermeidung hoher Sachschäden, konnten die Wehrleute durch gezielte Maßnahmen das Leben von 46 Personen retten. Für vier Menschen kam die Hilfe leider zu spät.

 

Die Gesamteinsätze setzen sich aus 31 Brandeinsätzen, 193 Technischen Hilfeleistungen, 28 Medizinischen Notfällen/First Responder, 2 Sicherheitswachen und 16 Fehlalarmierungen zusammen. Kommandant Bott lobte dabei die gute Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr Sappi sowie der BRK Bereitschaft ein ging nochmals auf einige Einsätze ein, die im Jahr 2013 für besondere Schlagzeilen gesorgt hatten.

 

Weiterhin berichtete der Kommandant, dass die Feuerwehr zwar mit 69 Aktiven und 18 Jugendlichen auf einen guten Personalstamm zurückgreifen kann, in den kommenden Jahren aber einige aktive Kameraden mit Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden werden. Deshalb ist die größte Herausforderung der nächsten Zeit, die vorhandenen Mitglieder zu motivieren und neue Mitglieder für die Arbeit der Feuerwehr zu gewinnen.

 

Um den Herausforderungen des Feuerwehr-Einsatzdienstes gerecht zu werden, ist es die Pflicht jeder Feuerwehr ein angemessenes Aus- und Fortbildungsprogramm anzubieten und durchzuführen. Um dieser Verpflichtung nachzukommen wurden 137 interne Schulungsveranstaltungen durchgeführt. Mit 108 Übungen entfiel der Großteil der Ausbildung auf die laufende Ausbildung. Hierbei werden in den einzelnen Löschzügen die immer wiederkehrenden Standards eines Feuerwehreinsatzes

trainiert. Die restlichen 29 Ausbildungseinheiten dienten der Vertiefung von Spezialkenntnissen, wie zum Beispiel Atemschutz, Bootsführer, Maschinisten, Höhensicherung und First Responder. Erfreulich war, dass 26 Feuerwehrdienstleistende bei allen für sie angesetzten Übungen anwesend waren.

 

Da nicht alle Spezial-, Führungs- und Sonderausbildungen in örtlichen Ausbildungsstätten durchgeführt werden können, werden überörtliche Ausbildungs- und Fortbildungseinrichtungen genutzt, wo im vergangenen Jahr 94 Feuerwehrdienstleistende für 28 Fachthemen zu externen Lehrgängen und Fortbildungsveranstaltungen entsendet wurden.

Kommandant Bott erwähnte, dass die Feuerwehr Stockstadt für die Fachthemen „Truppmann II Prüfungslehrgang“ und „holzbefeuerter Brandübungscontainer“ als überörtlicher Ausbildungsstandort im Landkreis Aschaffenburg fungiert. In dieser Funktion kommen Feuerwehrfrauen und -männer aus dem gesamten Landkreis Aschaffenburg und manchmal sogar aus den Nachbarlandkreisen zu Ausbildungsveranstaltungen nach Stockstadt.

 

Leider kam es während des Übungs- und Einsatzdienstes im Berichtsjahr zu zwei schweren Unfällen, wo in beiden Fällen ein längerer Krankenhausaufenthalt nötig war. In einem Fall fand im Anschluss auch noch eine längere Reha-Maßnahme statt.

 

Ein eigener Arbeitskreis beschäftigte sich in den letzten Monaten mit der Beschaffung eines HLF20. Derzeit werden die erhaltenen Angebote auf Vergleichbarkeit geprüft, sodass der Gemeinderat, der bereits Mittel im Doppelhaushalt 2014/2015 berücksichtigt hat, in Kürze die Bestellung beschließen kann. Der Kommandant führte aus, ob diese umfangreichen Arbeiten, die der Arbeitskreis ehrenamtlich durchgeführt hat, auch künftig noch in dieser Art und Weise erfolgen kann ist fraglich. Um alle Vorschriften und Auflagen bei der Ausschreibung zu berücksichtigen ist man vermutlich gezwungen diese Arbeiten an externe Dienstleister zu vergeben. Dies ist aber wieder mit zusätzlichen Kosten für die Kommune verbunden.

 

Der Mannschaftstransportwagen fällt, wie das Tanklöschfahrzeug, durch erhöhte Wartungskosten auf. Ob es wirtschaftlich ist, dieses Fahrzeug bis zum Ende der vorgesehenen Laufzeit zu betreiben, wird sich vermutlich im Laufe der nächsten Jahre zeigen. Eventuell muss hier früher eine Ersatzbeschaffung vorgenommen werden.

 

In der anschließenden Generalversammlung verlas die Schriftführerin Nicole Hollstein das Protokoll der vergangenen Dienst- und Generalversammlung und ging dabei auch auf verschiedene Vereinsaktivitäten ein. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Toni Eichhorn, führte aus, dass erwirtschaftete finanzielle Mittel von nahezu T€ 13, u.a. für die Beschaffung einer Wärmebildkamera, gemäß der Satzung zur Förderung des Feuerschutzes herangezogen wurden. Dadurch wurde nicht nur die Gemeindekasse verschont sondern auch ein Beitrag zum Wohle und zum Schutze der Bevölkerung geleistet. Weiterhin wurde berichtet, dass kürzlich eine Bestellaktion von Softshelljacken für die Vereinsmitglieder beendet wurde, die der Feuerwehrverein bezuschusst. Beim Ausblick der Termine für 2014 wurde hervorgehoben, dass am 21. September 2014 zusammen mit dem BRK und der Werkfeuerwehr Sappi ein Tag der offenen Tür rund um die Feuerwache durchgeführt wird.

 

Der Vorsitzende bemängelnde, dass das Main-Echo die Berichterstattung über die Dienst- und Generalversammlung nicht mehr durchführt und weder einen Fotografen noch einen Redakteur entsendet. Die Vereine sollen selbst einen Bericht und Fotos erstellen und online für die Freitagsbeilage hochladen. Diese Kosteneinsparung beim Main-Echo darf nicht auf den Rücken der Ehrenamtlichen ausgetragen werden. Er bat den Kreisfeuerwehrverband um Klärung, da dies alle Feuerwehren im Landkreis Aschaffenburg betrifft.

 

Das Bild zeigt von links: Kommandant Frank Bott, stv. Kommandant Dirk Ohler, Jörg Nippesen (25 Jahre aktiv), Gerd Bott (40 Jahre aktiv), Gerold Müller (neues Ehrenmitglied), Bürgermeister Peter Wolf, Vorsitzender Toni Eichhorn

 

Zusammen mit den Kommandanten Frank Bott und Dirk Ohler sowie dem Bürgermeister Peter Wolf wurden die Ehrungen vorgenommen. Anna Bott wurde dabei mit dem Treuekrug ausgezeichnet, da sie 3 Jahre in Folge alle angesetzten Übungen absolvierte. Die Kameraden Michael Eckhardt, Sebastian Neuendorf, Siegbert Franz, Gerd Bott und Toni Eichhorn wurden mit einem Präsent bedacht, da sie 10 Jahre in Folge alle angesetzten Übungen besuchten. Besondere Ehrungen wurden Jörg Nippesen (25 Jahre aktiv) und Gerd Bott (40 Jahre aktiv) zuteil. Beiden wurden beim Ehrenabend der Landkreisfeuerwehren im Januar bereits die entsprechenden Ehrenzeichen überreicht. Auf Vorschlag des Kommandanten wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, Gerold Müller, der die Altersgrenze erreicht hat und somit aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausgeschieden ist, zum Ehrenmitglied zu ernennen.

 

 

In den abschließenden Grußworten durch Bürgermeister Peter Wolf, dem zuständigen Kreisbrandmeister Udo Schäffer, den Vertretern der Werkfeuerwehr Sappi, der BRK-Gemeinschaften sowie dem Vereinsringvorsitzenden wurde der Feuerwehr für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit gedankt.

 

Der Tätigkeitsbericht 2013 steht als PDF zum Download bereit.