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Einsatz 107: Flüssigkeit aus LKW
Datum:13.06.2016
Uhrzeit:20:05 Uhr
Bericht:

Mainaschaff, aus Lkw läuft unbekannt Flüssigkeit aus – stundenlanger Einsatz

 

Am heutigen Abend ist in Mainaschaff aus einem mit Kunststoffabfällen beladenen Sattelzug eine unbekannte lilafarbene Flüssigkeit ausgelaufen. Da nicht auszuschließen war, dass es sich hierbei um einen Gefahrstoff handelte, führte das schließlich zu einem stundenlangen Feuerwehreinsatz. Der Sattelzug war am heutigen Tag in der Straße Im Steinerts in Mainaschaff abgestellt und sollte in Ballen gepresste Kunststoffbehältnisse, die in einem Entsorgungsfachbetrieb in Aschaffenburg beladen worden waren, in der Nacht nach Nordrhein-Westfalen transportieren.

 

Gegen 17.52 Uhr wurde die Feuerwehr Mainaschaff alarmiert, dass aus dem Lkw eine lilafarbenen Flüssigkeit auslaufe. Nachdem die mit Planen verschlossene Ladefläche geöffnet worden worden war, stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus einem der Ballen die unbekannte Flüssigkeit auslief. Mit der Messtechnik der Feuerwehr Mainaschaff konnte lediglich ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Säure oder Lauge handelt. In der Folge ließ Einsatzleiter Matthias Grimm, Kommandant der FF Mainaschaff, den Kreisbrandmeister für Gefahrgut Martin Hock (Großostheim) und zwei weitere Fachberater Chemie nachalarmieren. Außerdem wurde der Gerätewagen Messtechnik der Feuerwehr Stockstadt angefordert. Auch mit den nun vorhandenen Messgeräten war eine Stoffanalyse nicht möglich. Wenngleich eine unmittelbare Gefährdung ausgeschlossen werden konnte, durfte der Lkw mit der tropfenden Ladung den Parkplatz nicht verlassen.

 

Zur Stoffermittlung wurde ein Feuerwehrmann mit einer Flüssigkeitsprobe von einer Polizeistreife zur Berufsfeuerwehr Frankfurt gefahren. Eine erste Untersuchung mit dem dort vorgehaltenen Massenspektrometer verlief ebenfalls negativ. Zwischenzeitlich wurde die Ladung mit dem gemeindeeigenen Radlader in flüssigkeitsdichte Container des Entsorgers verladen sowie die ausgelaufene Flüssigkeit mit Ölbindemittel abgestreut. Nach Abschluss dieser Maßnahmen durfte der Lkw zurück auf das Betriebsgelände nach Aschaffenburg fahren.

 

Die Feuerwehr Mainaschaff war mit 6 Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz war schließlich gegen 23.00 Uhr beendet. Das Ergebnis der Stoffanalyse steht aktuell noch aus.

 

(Quelle: Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg, kfv-ab.de)


Eingesetzte Fahrzeuge:GW-MESS
Weitere Wehren:FF Mainaschaff