Homepage-Banner

Start
Ausstattung
Informationen
Kontakt
Bürgerinfo
Euronotruf Grillen Rauchmelder Urlaub Waldbrand Unfall im Wald Feuerlöscher Gasgeruch Lagerfeuer Notfallfax
Einsatzgebiet Blaulicht Rettungsgasse Unfallstelle Winter Hausnummer
Blaulicht und Sirene − Wie verhalte ich mich richtig?
Einsatzfahrt (www.flickr.com (FireFighter2004))
Wenn Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst mit Blaulicht und Sirene unterwegs sind, stehen nicht nur die Fahrerinnen und Fahrer der Einsatzfahrzeuge unter erhöhtem Stress. Viele Autofahrer fühlen sich mit der Situation überfordert und reagieren verunsichert. Denn die Verhaltensregel der Straßenverkehrsordnung "..freie Bahn zu schaffen" hilft hier nur bedingt. Einfach kopflos auf die Bremse zu treten und zu warten, dass das Einsatzfahrzeug an einem vorbei fährt, ist oft eher hinderlich als nützlich.
Erst denken, dann handeln
Prof. Dr. Dieter Müller von der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) erklärt, worauf es ankommt: "Das richtige Verhalten bei Einsatzfahrten hängt immer von der jeweiligen Situation ab. Manchmal genügt es tatsächlich, abzubremsen und rechts ran zu fahren. Wenn man jedoch an einer roten Ampel steht, kann es durchaus angebracht sein, diese zu überfahren und rechts einzubiegen, damit der Polizeiwagen oder der Rettungsdienst vorbei fahren kann. Man sollte immer zuerst kurz nachdenken, welches Verhalten am sichersten und sinnvollsten ist, bevor man agiert." Außerhalb von geschlossenen Ortschaften sei es beispielsweise wichtig, dass auch die Fahrzeuge auf der entgegenkommenden Spur an die Seite fahren, damit das Einsatzfahrzeug genügend Platz zum Überholen hat, so der Experte. "Besonders gefährlich ist es, wenn Autofahrer mitten in einer Kurve einfach stehen bleiben, wenn sie das Einsatzhorn hören. Hier ist es enorm wichtig, die Kurve zuerst auszufahren und erst auf gerader Strecke an der Fahrbahnseite zu halten."
Zu laute Musik ist häufig ein Problem
Die meisten Unfälle mit Einsatzfahrzeugen ereignen sich auf Kreuzungen. An diesen Knotenpunkten sind die Einsatzfahrer ganz besonders auf die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen. Häufig ist die Musikanlage in den Fahrzeugen jedoch so laut aufgedreht, dass die Fahrer(innen) die Einsatzfahrzeuge gar nicht erst wahrnehmen: "Die neuen Fahrzeugmodelle sind heutzutage akustisch so gut abgeschirmt, dass es für den Fahrer sowieso schon schwierig ist, Außengeräusche wahrzunehmen. Kommt dann noch das laute Radio hinzu, wird das Einsatzhorn häufig überhört − eine sehr gefährliche Situation. Gerade im Stadtverkehr sollte man die Musikanlage daher unbedingt leiser stellen", rät Prof. Dr. Müller.
Rücksicht und Verständnis für die Einsatzfahrer
Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter stehen bei ihren Einsatzfahrten unter einem enormen Druck. Deshalb ist es um so wichtiger, dass andere Verkehrsteilnehmer die Fahrer durch rücksichtsvolles Verhalten unterstützen: "Wenn mir ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene entgegenkommt, ist es für den Fahrer hilfreich, wenn ich ihm signalisiere, dass ich ihn wahrgenommen habe − beispielsweise durch das Setzen des Blinkers oder das Einschalten der Warnblinklichtanlage", sagt Prof. Dr. Müller.